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Historische Dampflok auf Reisen

Huckepack per Lkw über die „letzte Meile“

Eine echte Herausforderung hatten im September die Geschäftsstellen Bielefeld (Luft/See) und Hagen (Messen/Spezialverkehre) der Schenker Deutschland AG zu meistern.

Eine historische Dampflok, ein wahres Prachtstück von mehr als 100 Tonnen Gewicht, sollte von Osnabrück nach Brake transportiert werden, um als Schmuckstück vor dem Firmensitz eines Möbelhändlers zu neuen Ehren zu kommen.

Marco Pellecchia, Experte für Spezialverkehre der
Schenker Deutschland AG in Hagen, hat den Transport koordiniert. „Von Osnabrück bis Brake konnte die Lok auf Schienen gezogen werden. Aber da der Unternehmenssitz des Kunden keinen Gleisanschluss hat, musste die Lok am Bahnhof Brake auf einen Lkw-Anhänger umsteigen.“ Das klingt einfacher als es ist. Denn die „alte Dame“ bringt nicht nur mehr als 100 Tonnen auf die Waage, sondern würde auf falsche Behandlung empfindlich reagieren. „Wir konnten die alte Dame nicht einfach mit einem Kran anpacken und umladen, weil wir bei so einem historischen Schmuckstück die richtigen Hebepunkte nicht kennen“, erklärt Marco Pellecchia, „im Zweifel hätten wir mit einem Kran etwas kaputt gemacht.“ Also wurde eine Eisenbahnrampe über eine Länge von 26 Metern errichtet, über die die Lok Stück für Stück auf den Lkw-Anhänger gezogen wurde. Ein 16-Achser war notwendig, um die Lok aufzunehmen und über die rund zehn Kilometer lange Strecke ans Ziel zu transportieren. An der Abladestelle musste der Lkw auf einen Acker ausweichen, um die Lok wiederum über Schwerlastwinden und die Spezialrampe von der Ladefläche herabzulassen. Damit der Lkw nicht im Morast versank, wurde die Ackerfläche mit großen Stahlplatten abgedeckt. Am Ziel hat man den neuen Blickfang mit großem „Hallo“ begrüßt. „Die historische Lok macht sich richtig gut vor der Unternehmenseinfahrt beim Kunden“, sagt der Leiter der Geschäftsstelle Bielefeld, Hans-Thorsten Lanfermann, und ergänzt: „derart außergewöhnliches Transportgut laden wir nicht jeden Tag auf unsere Lkw. Größe und Gewicht waren eine echte Herausforderung, die unser Team dank guter Vorbereitung prima gemeistert hat.“

Letzte Aktualisierung: 25.03.2014

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